Nach Insolvenz und Eigentümerwechsel: Wieder Bauarbeiten an der „Mirabelle“ in der Herzog-Albrecht-Straße in Laxenburg

Nach Jahren des Stillstands wird auf der Baustelle in der Herzog-Albrecht-Straße wieder gearbeitet. Wir haben recherchiert, was sich seit unserem letzten Bericht getan hat und wie es mit dem ehemaligen Luxuswohnprojekt weitergehen könnte.

Bewegung auf der Baustelle – ein neuer Kran und sicht- wie hörbare Arbeiten, Foto: Bernhard Hansbauer.

Im März 2026 berichteten wir in unserer Reihe „Kleine Ärgernisse in Laxenburg“ über die „Mirabelle Premium Suites“, ein ambitioniertes Wohnbauprojekt der Whitestone-Gruppe. Geplant waren 16 hochwertige Eigentumswohnungen samt Tiefgarage, mitten im historischen Ortsgebiet von Laxenburg. Doch aus dem ursprünglich für Anfang 2025 angekündigten Fertigstellungstermin wurde nichts: Die Bauarbeiten kamen zum Erliegen, der Projektentwickler geriet in wirtschaftliche Schwierigkeiten und im Dezember 2025 wurde schließlich ein Konkursverfahren über die Projektgesellschaft eröffnet.

Zurück blieb ein unfertiger Rohbau in prominenter Lage, auch für Touristen klar sichtbar – und viele offene Fragen über die Zukunft des Projekts.

Nun scheint wieder Bewegung in die Angelegenheit zu kommen: Ende Oktober 2026 waren erstmals seit längerer Zeit wieder Bauarbeiten auf dem Grundstück zu beobachten. Eine erfreuliche Entwicklung, denn unabhängig von der ursprünglichen Planung wäre eine Fertigstellung jedenfalls ein Gewinn für das Ortsbild und insbesondere für die unmittelbare Nachbarschaft.

Der jahrelange Stillstand hat allerdings nicht nur das Ortsbild beeinträchtigt. Auch der Gehsteig entlang der Baustelle ist seit Jahren nicht benutzbar. Fußgängerinnen und Fußgänger müssen ausweichen – eine Einschränkung, die gerade für Menschen mit Kinderwagen, Rollstühlen oder eingeschränkter Mobilität besonders unangenehm sein kann.

Ein neuer Name taucht auf: Omni Bau

Wir erkundigen uns für euch

Unsere Recherchen zeigen, dass sich auch hinter den Kulissen einiges getan hat. Bereits im Frühjahr wurde die Liegenschaft laut Unterlagen aus dem Umfeld der Nachbarschaft an die finanzierende Waldviertler Sparkasse verkauft. Auch das Konkursverfahren der ursprünglichen Projektgesellschaft wurde mittlerweile beendet.

Ist das nun der lang erwartete Neustart der „Mirabelle“? Wer verantwortet die Arbeiten, und was soll aus dem ursprünglichen Wohnbauprojekt werden?

Wir haben bei der Waldviertler Sparkasse nachgefragt.

Waldviertler Sparkasse bestätigt: Das Bauprojekt soll fertiggestellt werden

Auf Anfrage von splax.at hat die Waldviertler Sparkasse inzwischen bestätigt, dass die Liegenschaft von einer mit der Bank verbundenen Immobiliengesellschaft übernommen wurde und sich weiterhin in deren Eigentum befindet. Dieselbe Gesellschaft verantwortet auch die derzeitigen Bauarbeiten.

Die wichtigste Nachricht: Eine Fertigstellung der Wohnanlage ist ausdrücklich vorgesehen. Dabei soll das Projekt weitgehend entsprechend der ursprünglichen Planung umgesetzt werden. Die ursprünglich geplanten Wohnungen könnten somit doch noch Realität werden.

Einen konkreten Fertigstellungstermin gibt es allerdings noch nicht. Die Bank verweist darauf, dass die Detailplanungen derzeit laufen und deshalb noch keine näheren Angaben zum Bauzeitplan oder zur künftigen Nutzung gemacht werden können.

Damit besteht nach Jahren des Stillstands erstmals wieder eine offiziell bestätigte Perspektive für das ehemalige Mirabelle-Projekt. Wann der Rohbau fertiggestellt sein wird, bleibt vorerst offen.

Wir informieren euch natürlich weiterhin, sobald es Neues zum Thema gibt!

Bernhard Hansbauer (SPÖ Laxenburg)